Acht Fragen an…

Monsignore Helmut Poqué, Dompropst Dom zu Aachen

Ich besuche das Welterbe Aachen: Was darf ich auf keinen Fall verpassen?

Mit dem Aachener Dom, der Marienkirche von Karl dem Großen, verbindet sich eine ereignisreiche Geschichte. Vier Orte innerhalb des Doms sind dabei von besonderer Bedeutung: der karolingische Zentralbau mit dem Altar als seinem Mittelpunkt, das Grab Karls des Großen, der Marienschrein mit den Heiligtümern in der Chorhalle und der Thron Karls des Großen auf der Empore. Zum besseren Verständnis würde ich an einer der zahlreichen Führungen teilnehmen, die täglich stattfinden.

Was gefällt Ihnen hier besonders gut?

Die außergewöhnliche und einzigartige Atmosphäre, die sich mit dem Aachener Dom verbindet. Was mich bis heute fasziniert ist die mehr als 1200-jährige Geschichte dieser Kirche.

Haben Sie einen Geheimtipp?

Mein Tipp bezieht sich auf das Licht im Dom: Früh am Morgen und am späten Nachmittag bietet die Kirche in ihrem Innern eine ganz besondere Lichtstimmung.

Was hat Sie bei Ihrem ersten Besuch beeindruckt?

Da ich in Aachen geboren bin, war ich schon als Kind im Aachener Dom. Schon damals hat mich das goldglänzende Mosaik in der zentralen Kuppel des Doms begeistert.

In welcher Jahreszeit ist es hier am schönsten?

Um den Dom richtig zu verstehen, sollte man einmal seine Urbestimmung als Gotteshaus kennenlernen, das heißt eine Heilige Messe mit dem Aachener Domchor erleben.

Was sollte ich mir hier sonst noch ansehen?

Ich würde unbedingt die Domschatzkammer besichtigen, einige der hier ausgestellten Exponate gehören zu den bedeutendsten ihrer Zeit.

Welterbe macht hungrig. Welche regionale Spezialität sollte ich probieren?

Das kulinarische Markenzeichen der Domstadt sind ohne jeden Zweifel die Aachener Printen, die gehören zu einem Besuch in Aachen dazu.

Und welches Welterbe würden Sie gerne mal besuchen?

Da ich sehr naturverbunden bin, würde ich gerne einmal einen der großen Nationalparks besuchen, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Oder die Alten Buchenwälder in Deutschland, die seit 2011 zum Welterbe gehören.

Helmut Poqué

ist in der Domstadt Aachen geboren und hat sein Leben der katholischen Kirche gewidmet.

Nach seinem Theologiestudium arbeitet er jahrelang als Pfarrer, später wird er Leiter des Bischöflichen Priesterseminars im Bistum Aachen. Von 2008 bis 2014 ist er Dompropst am Dom zu Aachen gewesen und damit zuständig für die weltlichen Angelegenheiten des Aachener Doms.

 

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