Acht Fragen an…

Eberhard Brecht, Oberbürgermeister Stadt Quedlinburg

Ich besuche das Welterbe Quedlinburg: Was darf ich auf keinen Fall verpassen?

Auf jeden Fall sollte man einen Rundgang durch die mittelalterliche Stadt machen und die Stiftskirche mit dem Stiftsschatz und dem Museum einschließlich Ottonenkeller besuchen.

Was gefällt Ihnen hier besonders gut?

Die Kleinteiligkeit der Stadtarchitektur vermittelt Geborgenheit, Überschaubarkeit und das Gefühl, an authentischen historischen Orten zu sein.

Haben Sie einen Geheimtipp?

Mein Geheimtipp ist der Münzenberg, eine winzige Stadt in der Stadt. Dieser mittelalterlich geprägte Berg mit den Resten des romanischen Marienklosters hat ein besonderes Flair und bietet einen grandiosen Ausblick auf die Stadt.

Was hat Sie bei Ihrem ersten Besuch beeindruckt?

Ich bin in Quedlinburg aufgewachsen und als Kind haben mich die gewaltigen Altstadtmauern mit ihren Türmen beeindruckt.

In welcher Jahreszeit ist es hier am schönsten?

Im Dezember lockt der Besuchermagnet „Advent in den Höfen“. Ansonsten ist man im Frühsommer sowie im Herbst am besten in der Stadt aufgehoben.

Was sollte ich mir hier sonst noch ansehen?

Ein Besuch der romanischen Wipertikirche und der Cyriakuskirche im Ortsteil Gernrode sowie der gotischen Kirchen am Markt und in der Neustadt sind auf jeden Fall empfehlenswert. Daneben laden der Wiperti-Handwerkerhof, die Lyonel-Feininger-Galerie sowie die Roseburg im Ortsteil Rieder zur Besichtigung ein. Quedlinburg hat auch viele verschiedene Museen zu bieten, zum Beispiel das Klopstockhaus und natürlich das Fachwerkmuseum.

Welterbe macht hungrig. Welche regionale Spezialität sollte ich probieren?

Ich empfehle einen Besuch im Brauhaus Lüdde. Hier wird seit Generationen Bier gebraut.

Und welches Welterbe würden Sie gerne mal besuchen?

Mich reizt ein Besuch der alten Handelsstadt Visby in Schweden.

Eberhard Brecht

ist ein geborener Quedlinburger. Seit 2001 ist er Bürgermeister und seit 2011 Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt.

Er hat in Leipzig Physik studiert und arbeitete unter anderem als Biophysiker in Berlin. 1990 zog er in die erste frei gewählte Volkskammer der DDR ein und wurde noch im gleichen Jahr Abgeordneter im ersten gesamtdeutschen Bundestag.